Ehemalige Vorstandsmitglieder der DTM e.V.

  Prof. Dr. Taylan Öney

  Dr. Selcuk Baydu
 
  Die Deutsch-Türkische Medizinergesellschaft e.V. (DTM vormals TDM) stellt sich vor  
 

Ende der fünfziger Jahre herrschte in Deutschland ein ausgesprochener Ärztemangel, so dass ausländische Ärzte angeworben wurden, deren Zahl in den nächsten Jahren rasch ca. 11.000 erreichte. In diesem Zusammenhang fanden auch mehr als zweitausend türkische Ärzte, die ihr Studium in der Türkei abgeschlossen hatten, in Deutschland eine Einstellung. Die Türkisch-Deutsche Medizinergesellschaft e.V. (TDM) wurde 1970 in Wiesbaden unter dem Namen "Verein der türkischen Doktoren" gegründet. Das anfängliche Ziel der TDM war es, die in Deutschland lebenden türkischen Ärzte zu vereinigen, deren berufliche Integration in Deutschland zu erleichtern und bei späterer Rückkehr in die Türkei eine Wiedereingliederung in das türkische Gesundheitssystem zu ermöglichen.

Der Vereinssitz wurde 1990 nach Köln, 1997 nach Essen und 2001 nach Hannover verlegt. Nachdem in der Zwischenzeit auch zahlreiche Deutsche Mitglieder dem Verein beigetreten sind, ist die Mitgliederzahl von anfänglich 20 mittlerweile auf ca. 300 angestiegen.

Mit der Satzungsänderung erfolgte die Umbenenneung des Vereins auf den Namen Deutsch-Türkische Medizinergesellschaft (DTM).

Die DTM bezweckt, zum allgemeinen Nutzen die medizinischen, kulturellen und sozialen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Türkei zu fördern und zur Festigung der freund- schaftlichen sowie kollegialen Kontakte zwischen Deutschen und Türken in medizinischen Berufen (Ärzte, Zahnärzte, Apotheker, klinische Psychologen) beizutragen.

Neben Fortbildungsveranstaltungen zu medizinischen Themen hat sich ein interdisziplinärer Kongress etabliert, der jedes Jahr im Monat März stattfindet. Die DTM nimmt den interdisziplinären Kongress und das in der Türkei traditionelle Medizinerfest am 14. März zum Anlass, deutsche und türkische Kollegen in einem Medizinerball zusammenzuführen. Gefeiert wird die Gründung der ersten modernen Medizinischen Hochschule im Osmanischen Reich vor 175 Jahren, die den Grundstein der modernen Humanmedizin in der jetzigen Türkei darstellt.

Die Mitglieder und Interessenten unseres Vereins sind heute nicht nur ehemalige Gastärzte aus der Türkei, die in der Gemeinschaft ein Aufleben nostalgischer Gefühle und heimatlicher Erinnerungen suchen, sondern auch eine große Gruppe von türkischsprechenden Studentinnen und Studenten an deutschen Universitäten, die es gilt, unter einem Dach zusammenzuführen, sie im Zusammenhang mit ihrem Studium und zukünftigem Berufsleben zu beraten. Auch eine zunehmende Zahl von deutschen Kolleginnen und Kollegen mit Interesse an den gesundheitlichen Problemen unserer türkischen Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie deren Kultur fühlen sich unserem Verein verbunden.

Die Deutsch-Türkische Medizinergesellschaft e. V. setzt sich für eine gute Zusammenarbeit mit deutschen und türkischen Ärztekammern in berufspolitischen und wissenschaftlichen Themen ein und kooperiert mit verschiedenen Berufsorganisationen sowie kulturellen Einrichtungen im öffentlichen Leben, u.a. mit der Deutsch-Türkischen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosoziale Gesundheit e. V. (DTGPP), dem Ethno-Medizinisches Zentrum Hannover e. V. (EMZ), dem Arbeitskreis Türkisch- sprachiger PsychotherapeutInnen im deutschsprachigen Raum (AKTPT) und der Deutsch-Türkischen Gynäkologengesellschaft.

 

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