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Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen !
Nach Antritt des neuen Vorstandes befand sich der Vereins durch die Begleichung von vorher gemachten Schulden in einer finanziell schwierigen Situation. Es musste auf alle Ausgaben, die nicht dringend nötig waren, verzichtet werden. So mussten wir das Arbeitsverhältnis mit unserer Sekretärin, das uns monatlich mit 800 DM belastete, auflösen. Seit April 1999 werden die Bankgeschäfte per Homebanking erledigt. Dadurch können sich alle Vorstandsmitglieder und auf Wunsch auch andere interessierte Mitglieder jederzeit über unseren aktuellen Kontostand informieren. Diese Selbstkontrolle hat sicher auch zu sparsameren Verhalten geführt. Ein weiterer Grund für unsere schwierige finanzielle Lage ist der, dass einige unserer Mitglieder trotz bestehender Mitgliedschaft ihren eingezogenen Jahresbeitrag storniert oder falls keine Einzugsermächtigung vorlag, diesen bisher nicht überwiesen haben. Ein weiteres unserer Probleme stellt die seit längerer Zeit nicht überarbeitete Mitgliederliste dar, die zu Kontaktschwierigkeiten führte, was wiederum Beschwerden einiger Mitglieder zur Folge hatte. Diese sind durchaus gerechtfertigt und wir bedauern die Situation sehr. Wir möchten hiermit alle Betroffenen um Verständnis bitten und hoffen diese durch unsere zukünftige Arbeit zu überzeugen. Für die notwendige Satzungsänderung wurden einige Vorschläge ausgearbeitet. Aber unerwartete Ereignisse, wie die Blutspendeorganisation, die beiden Erdbeben im Marmaragebiet und in Düzce und auch die Sommerferien, machten uns eine Konkretisierung aus zeitlichen Gründen nicht möglich. Trotz aller Anfangsschwierigkeiten und mangelnder Erfahrung können wir behaupten, dass sich der neue Vorstand mittlerweile ganz gut eingearbeitet hat. Wir gehen davon aus, dass wir in Zukunft durch effektivere Aufgabenverteilung bessere Resultate verzeichnen können. Nun kurz zu einigen Aktivitäten, über die auf den nächsten Seiten noch ausführlicher berichtet wird. Unsere Hilfskampagnen für die Blutspendeaktion und das Erdbebengebiet waren für einige unserer Mitglieder mit enormem Arbeits- und Zeitaufwand verbunden und stellten somit eine große Belastung dar. Nach dem Erdbeben am 17. August stellten wir eine siebenköpfige Gruppe zusammen, die in Gölyaka- Düzce unter sehr schwierigen Umständen medizinische Hilfe leistete. Anschließend sandten wir Medikamente und medizinische Hilfsmittel, die uns von einigen Firmen gespendet wurden, im Wert von 30000 DM in das Katastrophengebiet. Die Geldspenden, die wir erhielten -insgesamt 13000 DM-, überbrachten wir persönlich besonders bedürftigen Personen und Familien in Gölyaka, die wir vorher mit Hilfe ortskundiger Ärzte und Helfer ausfindig gemacht hatten (zufälligerweise zur Zeit des zweiten Bebens in Düzce!).
Da wir wegen des zweiten Bebens nicht alle Personen ausfindig machen konnten, werden wir den Restbetrag und eine weitere
Spende des Rotary-Clubs Bottrop-Wittringen in Höhe von 10 000 DM für den Aufbau einer Schule in Gölyaka verwenden. Dieses Projekt
führen wir gemeinsam mit der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Recklinghausen durch.
Ich möchte an dieser Stelle kommentarlos anmerken, daß von unseren Mitgliedern lediglich ein Betrag von
insgesamt 1200 DM (!) gespendet wurde. Ich denke jedoch, dass unser Engagement in Ihrem Sinne ist und Sie Verständnis zeigen. Bitte merken Sie sich schon einmal folgenden Termin vor: Im Jahr 2000 findet unser traditioneller Medizinerball am 18 März im Maritim Hotel in Gelsenkirchen statt. Nähere Informationen folgen. Zuletzt noch ein Wort zum Internet. Obwohl sich unsere Homepage noch im Aufbau befindet, können doch alle Mitglieder, die die Möglichkeit haben, sich dort jederzeit und aktuell über unsere Arbeit informieren. Wir bitten alle Mitglieder, die über eine e-mail Adresse verfügen, uns diese mitzuteilen. Dadurch hätten wir die Möglichkeit, die Druck- und Portokosten für diese Info zu senken. Außerdem freuen wir uns über jede Zuschrift und Anregung von Ihnen. Ich wünsche Ihnen noch ein glückliches und erfolgreiches Jahr 2000 und verbleibe mit freundlichen Grüßen. Dr.med.dent. Ziya ElgünBottrop, Dezember 1999 |